Wie etabliere ich einen Blog – 5 Basisregeln für den Erfolg

Einen Blog etablieren

Das Cover zum Beitrag (hier kostenlos von Pixabay - eigene Bilder liebt Google noch mehr)

Es gibt weltweit über 500 Millionen Blogs. Ihre Besitzer fügen täglich etwa zwei Millionen Posts hinzu. Nehmen sie noch Nachrichtenartikel, Social Media-Posts und Meinungsartikel von Medienunternehmen dazu, die technisch gesehen keine Blogs sind, wirst du verstehen, warum deine Inhalte einem brutalen Wettbewerb ausgesetzt sind. Dabei beachten nicht mal 5% der Blogger die folgenden Basisregeln.

Viele dieser Pseudoblogs existieren auch nur um “Clickbaiting” zu betreiben, das heißt User zum Klicken auf Links zu verleiteten, nur um den Traffic in die Höhe zu treiben. Während der geübte Surfer (fast jedes Mal) zwischen einem eingängigen Titel und einem Klick-Köder unterscheiden kann, können wir nicht verhindern über minderwertige Inhalte zu stolpern und wertvolle Zeit mit der Suche nach guten Content verschwenden.

Ich möchte meine Zeit nicht verschwenden. Und deine Leser auch nicht! Denn du ihre Zeit mit Inhalten von schlechter Qualität verschwendest, hören sie auf zu lesen. Noch wichtiger ist, sie hören auf zu glauben, dass dein Blog einen Nutzen für sie bringt und kommen nie mehr wieder.

Die folgenden fünf Basisregeln werden die davor bewahren, schlechte Blogbeiträge zu veröffentlichen. So wird dein Blog es Wert, Zeit zum Lesen zu verwenden.

1. Baue Vertrauen und Autorität auf

Es gibt zum Beispiel einige Blogs (gilt auch für YouTube-Kanäle), die ich ständig lese, auch wenn mich ein aktueller Titel nicht zum Klicken inspirieren würde. Das sind die Blogs, die sich in der Vergangenheit, weil mich das Thema interessiert, für mich bewährt haben. Diese habe ich abonniert und lese fast jeden Beitrag, den sie veröffentlichen. Ich weiß, dass 80-90% der Inhalte meine Lesezeit wert sind.

Solch eine Autorität bringt dir die Leute immer wieder zu deinem Blog zurück. Relevanz und Übereinstimmung mit den Benutzerinteressen sind die beiden Grundpfeiler.

Dieses Vertrauen kommt nicht im ICE-Tempo, sondern wird erst mit der Zeit gewonnen. Dein erster Blog-Beitrag ist zwar für dich der Höhepunkt aber eben nur einer von Millionen. Es wird sich dafür kaum ein Abonnent erwärmen können.
Trotzdem solltest du gerade in die ersten Posts die volle Aufmerksamkeit stecken, auch wenn noch niemand zusieht. Liefere vom ersten Tag an hervorragende Artikel und sehe zu, wie dein Blog zu einem Besuchermagnet wird.

2. Sei großzügig mit ausgehenden Links

Wir alle versuchen, so viele Backlinks (eingehende Links von anderen Seiten) wie möglich zu unseren Inhalten zu bekommen, um das Ranking gegenüber anderen Blog-Posts oder -Seiten zu verbessern. Dabei wird oft vergessen, dass von uns ausgehende Verlinkungen ebenfalls von großem Wert sind.

Wenn Sie auf Websites mit hoher Domain-Autorität verlinken, geht Google davon aus, dass du deine Recherchen gemacht hast. Du stellst nicht nur persönliche Meinungen dar, diese werden auf den verlinkten Seiten auch gestützt. So entsteht quasi eine gegenseitige Stützung der getätigten Aussagen. Zum Beispiel werde ich meine Behauptung untermalen, indem ich auf eine Website verlinke, auf der genau dasselbe steht.

Ja, ausgehende Verlinkung ist großartig für SEO. Aber was ist mit den Lesern meiner Seite? Werden sie nicht von der Tatsache abgeschreckt, dass ich jemanden brauche, der meine Behauptungen stützt?
Im Gegenteil. Selbst wenn du echte eigene Recherchen durchführst und veröffentlichst (was ich ausdrücklich empfehlen würde), möchten deine Leser dennoch die Gültigkeit deiner Informationen hinterfragen. Mache es ihnen also einfach. Zeige ihnen, wo sie zusätzliche Erklärungen oder Überprüfungen erhalten können.

3. Nutze den Einfluss anderer Influencer

Zitiere andere Experten auf deinem Gebiet. Auch das hilft, deine Gedanken gegenüber deinen Lesern abzusichern. Keine Sorge – diese Influencer stehlen dir deine Leser nicht. Tatsächlich kann man aber intensiv mit ihnen zusammenarbeiten und sich gegenseitig befruchten.

Du sollst es nutzen, weil Zitate in hohem Maße geteilt werden können – von deinen üblichen Lesern und von den Influencern selbst. Ein Social Share von einem angesagten Influencer kann die Größe deiner Leserschaft über Nacht verdoppeln. Damit dies funktioniert, müsst du jedoch wieder auf die Website des Influencers verlinken (einen do-follow Link) und sogar andere Kontaktinformationen wie Social-Media-Profile mit veröffentlichen.

4. Füge auffällige Bilder hinzu

Archivfotos mit einem passenden Bild zu Thema eignen sich hervorragend fürs Cover. Stelle aber sicher, dass in deinem Text relevante Bilder, Videos und/oder Infografiken einfügt werden.

Grafiken teilen den Text auf und erleichtern das Lesen. Für die meisten menschlichen Leser ist es außerdem einfacher, Informationen in visueller Form als in Klartext zu speichern.
Eine BuzzSumo Analyse von über 100 Millionen Artikeln stellte fest, dass diejenigen mit Bildern 65% mehr Facebook-Shares und 20% mehr Twitter-Shares erhielten.

Du kannst Blumenreich beschreiben, dass dich jeden Tag über 500 Nutzer besuchen oder du baust eine Grafik ein, die das auch gleich noch bildlich hinterlegt.

Ja, die Leute lieben es Visuell. Google auch. Durch das Hinzufügen von Bildern oder Videos zu deinen Blog-Posts hast du die Möglichkeit, stichwortreiche Metabeschreibungen zu erstellen und deine Posts zu einem höheren Rang zu verhelfen.
Aber Achtung! Nutze nur eigene Bilder oder Bilder für die du auch die Rechte zur Nutzung besitzt. Große Bildagenturen nutzen Scanner um ihre Rechte am Bild zu sichern. Eine illegale Nutzung kann schnell sehr teuer werden.

5. Gehe in die Tiefe

Ausführliche Artikel sind sowohl die Favoriten von Lesern als auch von Google. Das liegt daran, dass du in einem langen Artikel die Möglichkeit hast, dich ausführlich mit einem Thema zu befassen.

Vieleicht kennen manche Leser bereits einige der Ideen und Informationen, über die du schreibst. Wenn der Beitrag jedoch richtig geschrieben ist (d.h. sie sind einfach zu überfliegen, mit Bildern, Unterüberschriften und Aufzählungszeichen, die den Text aufschlüsseln), hilfst du ihnen, eventuell zu dem Abschnitt zu gelangen, der dann doch wirklich interessiert für sie ist.

Wenn es um das Ranking geht, haben Langform-Posts eine bessere Chance, höher zu ranken. Suchmaschinen bevorzugen Artikel, die ein Thema erschöpfend beantworten können.

Vermeide es dabei aber, weiter zu schreiben, nur um Inhalte in eine Langform zu bringen. Wenn ein Thema in 1000 Wörtern ausführlich behandelt werden kann, füge keine Flusen hinzu, nur um eine Quote zu erreichen. Schreibe natürlich – so wie es deine Leser erwarten.

Fazit

Auch wenn heute jeder zu bloggen scheint, heißt das nicht, dass es keinen Platz für Newcomer gibt, die Qualität liefern können. Lass dich nicht von der Anzahl der Blogs zu deinem Thema einschüchtern. Mit der Einhaltung der 5 Basisregeln bist du oft schon einen Schritt deinen “Kollegen” voraus. Der Erfolg wird sich einstellen, solange du dich auf die Bedürfnisse deiner Leser als auch auf deine spezielle Expertise konzentrierst.

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